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Der
junge Johnnie Spencer und seine Frau Frances Spencer waren seit
1954 verheiratet. Nach der Geburt ihrer zwei Töchter Sarah, geb.
1955 und Jane, geb.1957 hatten die beiden noch einen Sohn namens
John, der im Januar 1960 zur Welt kam. Doch leider starb der
kleine John nur wenige Stunden nach seiner Geburt an einer
Lungenschwäche. Für Frances und Johnny war das zweifellos ein
harter Schicksalsschlag.
Doch die Dynastie der Spencer, die nur ein Sohn weiterführen
konnte, musste unbedingt fortgesetzt werden und Frances wurde
erneut schwanger. Am 01. Juli war es endlich soweit und Frances
gebar eine Tochter. Die Eltern hatten sich so sehr auf einen
Jungen versteift, dass sie noch nicht einmal einen Namen für das
kleine Mädchen hatten. Später stand der Name fest: Das Mädchen
sollte Diana Frances Spencer heißen.
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Diana wuchs mit ihrer Familie im Haus Park House auf, welches
indem Privatbesitz der königlichen Familie war und auf dem Gut
Sandringham war. Park House besaß zehn Schlafzimmer und
Salons. Zu dem Anwesen gehörte noch ein großes Grundstück, wo
die Kinder toben konnten. Als Diana kurz vor ihrem dritten
Geburtstag stand, wurde endlich der heißersehnte Sohn geboren.
Die Eltern tauften ihren Sohn auf den Namen
Charles Edward Maurice Spencer. Die Kinder wuchsen mit
Kindermädchen auf und man achtete darauf, dass die Kinder gut
erzogen wurden. Schließlich galt es den Adelsnamen Spencer
alle Ehre zu machen.
Oft wurde angenommen, dass es zu ständigen Kontakten mit der
Königsfamilie kam. Dies traf allerdings nicht zu, da die
Königliche Familie Sandringham nur zu einem privaten Urlaub
besuchte. Wenn die Königsfamilie anwesend war, kamen abundzu
Viscount Linley, der Sohn von Prinzessin Margaret und die
Prinzen Andrew und Edward zum Spielen vorbei. |
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Durch den Druck einen
Stammhalter zu bekommen und den Tod ihres Kindes John im Jahre
1960 kam es häufig zu Spannungen zwischen den Eheleuten
Spencers. Auch die Geburt von Diana und Charles konnte den
Riss in der Ehe nicht mehr kitten. Hinzu kam, dass Frances
sich nach jahrelanger Ehe fragte, ob dies alles gewesen sei
und die Langeweile auf dem Lande setzte ihr auch noch zu. Wie
in vielen unglücklichen Ehen kam es, dass Frances sich in den
gemeinsamen Freund Peter Shand
Kydd verliebte. Peter war ebenfalls mit Janet Shand Kydd
verheiratet. Anfangs wollten die beiden noch gegen ihre
Gefühle ankämpfen, doch es gelang ihnen nicht auf Dauer. Die
Streitigkeiten von Johnnie und Frances wurden immer heftiger
und leider wurde auch Diana oft Zeugin des Streites. Im
September 1967 kamen Dianas älteren Schwestern auf ein
Internat. Zur gleichen Zeit teilte Frances ihrem Mann mit,
dass sie sich von ihm trennen wollte. Johnnie war wie vom
Donner gerührt und musste der Trennung, die nur vorübergehend
sein sollte, zustimmen. Am nächsten Tag holte Frances ihre
zwei Kinder Diana und Charles ab und bewohnte mit ihnen
zusammen in einem Londoner Appartement. Die Kinder besuchten
ihren Vater regelmäßig am Wochenende. |
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Johnnie, der
feststellte, dass seine Frau nicht mehr zu ihm zurückkehren
würde, beschloss wenigstens, dass seine beiden jüngeren Kinder
bei ihm bleiben sollten. Frances, die ahnungslos war, übergab
ihm die Kinder, um das Weihnachtsfest mit ihrem Vater zu
verbringen. Nach dem Fest blieben die Kinder bei ihrem Vater.
Ein erbitterter Kampf ums Sorgerecht begann. Doch Johnnie
hatte alle Trümpfe in der Hand. Er war adelig und dass bei der
Scheidung des Ehepaares Shand Kydd, Frances als Grund für die
Zerrüttung der Ehe angegeben wurde, machte ihren Versuch die
Kinder zu bekommen zunichte. Noch ein weiterer bedeutender
Grund war, dass die eigene Mutter von Frances, Lady Ruth
Fermoy, gegen ihre Tochter aussagte. Frances hatte keine
Chance. Der Vater bekam das Sorgerecht und im April 1969 wurde
die Ehe der Beiden geschieden. Einen Monat später heiratete
Frances ihren Geliebten Peter Shand Kydd. |
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Die Trennung, der
Kampf ums Sorgerecht und die Scheidung der Eltern
traumatisierten die Kinder stark. Diana sah, dass ihre Mutter
häufig weinte. Ihr Vater hingegen schwieg eisern. Die Eltern
sprachen nie über die Scheidung und trotzdem blieb es nicht ohne
Folgen für die Kinder. Das äußerte sich bei Diana stark in der
Nacht. Diana und auch ihr Bruder Charles hatten Angst vor der
Dunkelheit. Es musste immer eine Kerze an sein, doch auch dieses
half kaum. Diana hörte ihren Bruder weinen und hatte meist
selbst solche Angst, um zu ihm zu gehen. Dass sie es oft nicht
schaffte ihren Bruder zu trösten, belastete ihre Seele
zusätzlich.
Kindermädchen wurden oft gewechselt, weil sie von den Kindern
nicht akzeptiert wurden. Diana hatte Angst, dass die
Kindermädchen den Platz ihrer Mutter einnehmen könnten. Der
Vater war nach der Scheidung seiner Frau sehr angegriffen und
war mit sich selbst beschäftigt und stürzte sich in die Arbeit.
Das hatte zur Folge, dass er wenig Zeit für seine Kinder hatte.
Das einzige, was die Kinder im Überfluss hatten, war Spielzeug.
Diana besaß sogar bei ihrer Mutter ein eigenes Pony namens
Souffle. |
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Im
Januar 1968 meldete Johnnie Spencer seine beiden Kinder in der Silfield
School an. Diana wurde von der Lehrerin Jaen Lowe
unterrichtet. Im Gegensatz zu ihrem Bruder, fiel Diana das
Lernen nicht so leicht und sie wurde eifersüchtig auf ihren
Bruder, der sie dann auch noch aufzog, indem er sie, nach
einer TV-Schnecke, Brian nannte. Allerdings machte Diana das
Lesen ganz besonders viel Spaß und auch in Kunst glänzte sie.
Als sie allerdings im September 1970 ins Riddlesworth Halls
Internat kam, fühlte sie sich einsam und von ihrem Vater
verlassen. Diana war im Internat sehr beliebt und machte eher
Späße, als sich mit dem Lernen zu beschäftigen. Hier lernte
sie die Liebe zum Tanzen und hier gewann sie sogar für ihre
Hilfsbereitschaft, anderen gegenüber, den Legatt Cup. Trotz
ihrer schulischen Leistungen bestand Diana die Aufnahmeprüfung
für das West Heath-Internat, welches Diana im Jahre 1973
besuchte. Auch hier musste Diana festellen, das ihre
Leistungen nicht mit denen ihrer Schwestern mithalten konnten.
Das nagte sehr an Diana. Doch Diana fiel durch andere
Eigenschaften auf. Das Internat legte großen Wert darauf, dass
die Mädchen Tugend zeigten. Die Kinder betreuten ältere
Menschen, Behinderte und Kranke. Diese Aufgabe war für Diana
wie geschaffen. Auch durch sportliche Fähigkeiten glänzte
Diana. Sie gewann mehrere Schwimmwettbewerbe und auch beim
Tennis machte sie eine gute Figur. |
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