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Es war Sonntag der 31. August 1997. Die Queen, ihr
Mann Prinz Philipp, Charles und die Kinder William und Harry verbrachten ein paar Tage in
Schottland, auf Schloss Balmoral. In der Nacht erfuhr Charles von dem schrecklichen Unfall
seiner Ex-Frau. Er blieb die ganze Nacht auf, um zu erfahren, wie es um Diana stand. Als
Prinz Charles über den tragischen Tod seiner geschiedenen Frau informiert wurde, war er
geschockt, er brachte fast kein Wort heraus. Sofort ging er in die Gemächer seiner Mutter
und erzählte ihr die furchtbaren Neuigkeiten. Auch Königin Elizabeth war vollkommen
fassungslos. Charles zog sich in sein Schlafzimmer zurück. Er wollte noch einen
Moment lang ganz allein sein. Denn ihm stand der schwerste Gang seines Lebens bevor:
Er musste
seine Söhne aufwecken und ihnen sagen, dass
ihre geliebte Mutter
gestorben war. William und Harry waren noch ganz schlaftrunken, als ihr Vater ihnen
die grausame Wahrheit mitteilte. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie überhaupt
begriffen, was er sagte. ln der Zwischenzeit gingen immer mehr Lichter im Schloss
an. Der
Privatsekretär der Queen klingelte seine Kollegen im Buckingham-Palast aus dem Bett, denn
nun musste
viel organisiert werden.
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Mittlerweile griff auf der ganzen Welt der Schock um sich. Spontan liefen trauernde
Bürger zum Kensington-Palast oder Buckingham Palace und legten Blumen nieder. Im Laufe
der einen Woche bis zur Beerdigung verwandelten sieh die Vorplätze in wahre Blumenmeere
mit über einer Million Blüten. Ja, auf der ganzen Welt sah man weinende Gesichter. Im
Fernsehen sah man live Aufnahmen aus dem Pariser Tunnel. TV- und Radioprogramme wurden
unterbrochen.
Die Welt weinte um Diana. |
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Noch am selben Morgen flog Prinz Charles mit Sarah und
Jane, den beiden Schwestern Dianas, nach Paris. Sie wollten den Leichnam der Prinzessin
von Wales nach Hause holen.
Diana lag aufgebahrt im Krankenhaus, ihr
schöner Körper war mit einem schlichten Seidenlaken bedeckt. Ihre Hände waren
gefaltet,
eine weiße Rose lag darauf. Zwei große Kerzen erhellten den nüchternen Raum.
Charles, Jane und Sarah hatten Tränen in den Augen, als sie Diana ein letztes Mal
anschauten. Dann fassten
sie sich an den Händen und sprachen ein leises Gebet. Ein
Bestattungsunternehmen kam mit dem schweren Eichensarg,
man bettete die Prinzessin auf
weiche Seidenkissen. Die Flagge der Windsors wurde über den Sarg gelegt, und
Soldaten trugen ihn mit großer Würde hinaus.
Die Prinzessin, die nur 36 Jahre alt werden durfte, trat ihren allerletzten
Flug an.
ln London wurden die sterblichen Überreste im St.
James-Palast aufgebahrt. Unzählige trauernde Menschen trugen sich in die ausgelegten
Kondolenz-Bücher ein. |
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Am Vormittag hielt Dianas Bruder eine Rede, wo er die Paparazzis anklagte, Schuld
am Tode seiner Schwester zu sein.
Am Todessonntag fuhr die Queen und ihr Mann zum Gottesdienst - Dianas Name wurde
nicht einmal erwähnt. Während die Bevölkerung ihre Trauer um die verstorbene Diana
öffentlich zeigte, weilten die Queen, Charles und die Kinder weiter in Balmoral. Und
genau das nahmen die Menschen ihrer Königin sehr übel. Sie sollte ebenfalls ihre
Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Die Zeitungen wurden immer massiver:
"Hoheit, haben Sie kein Herz?" hieß es auf den Titelseiten. Außerdem
war noch völlig unklar, wie die Beerdigung vonstatten gehen würde. Mit einem Staatsbegräbnis wollte die Queen ihre Ex
Schwiegertochter nicht ehren, sie war nach der Scheidung von Charles schließlich nicht
mehr Mitglied der königlichen Familie. Doch als der öffentliche Druck immer stärker
wurde, verkündete sie, es werde eine einzigartige Zeremonie für eine außergewöhnliche
Frau geben. Auch wurde die Queen vom Volk unter Druck gesetzt die Palastfahne auf Halbmast
zu setzen, was sie widerstrebend nach ein paar Tagen tat.
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Am Freitag einen Tag vor der Beerdigung kam dann die königliche Familie nach
London und besichtigten das Blumenmeer vor dem Kensington Palace. Dianas Söhne wirkten
ziemlich gefasst und sprachen auch mit dem Volk, genauso wie es ihre Mutter immer getan
hatte. Doch wie es hinter der Fassade aussah, konnte man nur erahnen.
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Am gleichen Abend hielt die Königin von England die
lang erwartete Ansprache zum Tod von Diana im
Fernsehen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass die Queen sich nur an Vorschriften
halten wollte, die vor langer, langer Zeit einmal vorgegeben wurden.
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Am Sonnabend, dem sechsten September 1997, fand dann wirklich eine fast
majestätische, sehr würdevolle Trauerfeier statt, die einem pompösen Staatsbegräbnis
sehr Nahe kam.
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